Baubeginn für das größte Photovoltaik-Kraftwerk von Österreich

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Die Solarindustrie gehörrt zu den bedeutendsten Wirtschaftszweigen von St. Veit an der Glan, der Hauptstadt des gleichnamigen Bezirks in Kärnten, Österreich. Passend dazu entsteht dort nun auch Österreichs größtes Photovoltaik-Kraftwerk mit einer Leistung von 1,5 MWp. Der Spatenstich dazu erfolgte am Freitag, den 6. Mai 2011 in der Innenstadt und die Fertigstellung ist für Ende 2012 geplant. Die Solarenergie gilt als eine wichtige Säule der dezentralen Stromerzeugung und so wird auch dieses Kraftwerk dezentral errichtet, d.h. auf mehrere Standorte im Gebiet um St. Veit aufgeteilt. Nach einer ersten Photovoltaikanlage bei der Jacques Lemans Arena, die bereits im März 2011 ans Netz ging, folgen weitere Photovoltaikanlagen in Kooperation mit der KELAG AG auf innerstädtischen Betriebsgebäuden und Anlagen. An der Schnellstraße S37 errichtet der Projektpartner SKW Sonnenpark bei Untermühlbach eine Freiland Photovoltaikkraftwerk auf 7.300 m2 mit einer Leistung von 1.000 kWp.

Die Projektväter von Österreichs größtem Sonnenkraftwerk KELAG Vorstand DI Dr. Hermann Egger, Bürgermeister Gerhard Mock und Landeshauptmann  Gerhard Dörfler.
Foto: Bernhard Horst

Umgesetzt wird das Projekt von “Lebensland Kärnten” unter der Schirmherrschaft von Landeshauptmann Gerhard Dörfler, zusammen mit dem St. Veiter Bürgermeister Gerhard Mock, der KELAG AG, vertreten durch deren Vorstand DI Dr. Hermann Egger und der SKW Sonnenpark GmbH unter Geschäftsführer Peter Prasser. Die Investitionskosten belaufen sich auf 6,4 Millionen Euro und tragen zu Kärntens Weg in eine energieautarke Zukunft und den aktiven Klimaschutz bei.

Das Photovoltaik-Kraftwerk wird sauberen Strom für 1.300 Haushalte produzieren

Während andere Regionen die Energiewende bis zur Mitte des Jahrtausends planen, hat Bürgermeister Gerhard Mock schnellere und konkretere Pläne: “St. Veit hat eine Vision: Im Jahr 2020 wollen wir energieautark mit erneuerbaren Energien sein. Mit dem Engagement der KELAG AG als heimischen Stromversorger werden wir zukünftig rund 1.300 heimische Haushalte mit “eigenem” Strom versorgen, welchen wir aus der Kraft unserer Sonne gewinnen.” Darüber hinaus soll das Kraftwerk im Zuge eines Forschungsprojektes wertvolle Informationen liefern. Mit einer Erlebniswelt rund um erneuerbare Energien und deren Anwendungen in der Elektromobilität soll dieses komplexe Thema auch für die Bevölkerung angreifbar gemacht werden. Der Fuchspalast wird hierfür adaptiert und mit einer Outdoor Teststrecke für Scooter, Bikes und Autos mit Elektroantrieb ergänzt.

Mit sauberem Sonnenstrom und dem Elektroauto wirklich emissionsfrei unterwegs

Dr. Albert Kreiner, Abteilungsleiter Abteilung 7, betont die themenspezifische Breite des Projektes: “Wir bauen auch zeitgleich die elektromobile Infrastruktur mit Ladestationen vor Ort weiter aus, um das Konzept der erneuerbaren Energien auch ganzheitlich in ihrer Anwendung im Bereich der Elektromobilität zu leben und sie dadurch alltagstauglich für die Menschen zu machen.” Die Energie aus dem Sonnenkraftwerk St. Veit soll für rund 1.200 Elektroautos sowie 500 Elektroscooter ausreichen.

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