Bayerngas: Diskussion wird wieder zu kurz geführt

 In Energiemarkt-Nachrichten

Eine erneute Schieflage bei der absehbaren Revision des Energiekonzepts fürchtet die Bayerngas GmbH und bemängelt Panikmache. ‚ÄûSollten die jetzt aufgrund des Moratoriums abgeschalteten Kernkraftwerke dauerhaft vom Stromnetz bleiben, werden die Lichter selbst in Süddeutschland nicht ausgehen. Durch eine höhere Auslastung allein der bestehenden Gaskraftwerke kann kurzfristig die Stromerzeugung von fünf Kernkraftwerken mit je 1.000 Megawatt in Deutschland kompensiert werden”, so Bayerngas-Geschäftsführer Marc Hall. Dies sei grundsätzlich auch das Ergebnis des Gutachtens der Universität Flensburg. ‚ÄûBesorgniserregend ist, dass es bei der gegenwärtigen Debatte wieder in die falsche Richtung geht. Gas wird erneut aus dem falschen Blickwinkel betrachtet. Es wird über einen zu forcierenden Stromnetzausbau und über die Anbindung des deutschen Stromnetzes an große Stromspeichermöglichkeiten in Norwegen gesprochen und Gas findet maximal Erwähnung im Kontext von Großkraftwerken. Das Thema effizienter Umbau hin zu einer CO2-neutralen Energieversorgung mit dezentraler Strom-Wärme-Kopplung unter Ausnutzung der bestehenden, leistungsfähigen Gasinfrastruktur wird erneut ausgeblendet”, kritisiert Hall. ‚ÄûStatt über norwegische Stromspeicher und neue Leitungstrassen zu sprechen, sollten die Potenziale von Gaspipelines und Untertagespeicher in der Diskussion berücksichtigt werden. Gas kann Strom in Deutschland speichern. Es ist sowohl Partner der Erneuerbaren als auch Systempartner, um die volatile Erzeugung von Ökostrom zu managen. Der heiß diskutierte Netzausbau ließe sich entschärfen, nähere sich die Politik in einer gesamtenergetischen Betrachtung von der richtigen Seite.” Bayerngas erhoffe sich von der folgenden politischen Debatte einen Blick über den Stromtellerrand hinaus. Nur unter Einbeziehung des Strom-, Wärme- und Transportsektors könne der energetische Umbau in Deutschland erfolgreich angegangen werden.

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