Biogasrat sieht große Verunsicherung zu neuem EEG

 In Energiemarkt-Nachrichten

Die Bundestagsabgeordneten sind hinsichtlich Zielgenauigkeit und Nebenwirkungen des Gesetzentwurfs zum neuen EEG 2012 höchst unsicher. Das konstatiert der Biogasrat als Fazit seiner Fachkonferenz “EEG 2012 und nachhaltige energetische Nutzung von Biomasse. Großer Klärungsbedarf bestehe vor allem zu der Frage, wie sich eine größere Marktnähe erreichen lasse, aber auch zur Funktionsweise der vom Umweltminister vorgeschlagenen “optionalen Marktprämie”. Der Biogasrat fordert eine verbindliche Marktprämie, die die Mehrkosten der Biogasverstromung gegenüber Wettbewerbsenergien mit einem Festbetrag abdeckt, die übrigen Einnahmen sollen sich die Erzeuger am Markt holen und möglichst durch bedarfsgerechte Einspeisung optimieren. Die sehr einfach Vergütungsstruktur sei landfristig auf Degression angelegt, weil durch den Marktdruck alle Effizienzreserven gehoben werden sollen. Einigkeit bestand auf der Konferenz, dass Biogas und Biomethan einen entscheidenden Anteil an der Energiewende und dem Anstieg der erneuerbaren Energien auf 35 Prozent der deutschen Stromversorgung bis 2020 haben werden. Reinhard Schultz, Geschäftsführer des Biogasrats, versprach den Politikern, das der Biogasrat trotz des sehr knappen Zeitfensters für die Beratungen des Energiepakets im Bundestag allen Politikern, die das möchten, vorbehaltslos mit Rat und Tat zur Seite stehen werde. Der Biogasrat verfüge mit der EEG-Studie zur optimierten Förderung von Biogas, die gemeinsam mit dem Deutschen BiomasseForschungszentrum und dem Lehrstuhl für Energiewirtschaft der Universität Duisburg-Essen erstellt worden sei, über die bundesweit beste Datenbasis zur Austarierung des neuen Fördersystems. Die Studie und Stellungnahmen zum EEG-Referentenentwurf finden sich unter www.biogasrat.de.

Recent Posts

Start typing and press Enter to search

Zur Werkzeugleiste springen