CO2-Minderungspotenzial im Gebäudebestand heben

 In Energiemarkt-Nachrichten

Berlin, 15. März 2011 – ‚ÄûRund zwei Drittel der Heizungsanlagen im Gebäudebestand
sind nicht auf dem Stand der Technik. Das CO2- Minderungs- und Energieeinsparpotenzial ist dementsprechend hoch‚Äú, sagte Hildegard MuÃàller, Vorsitzende der HauptgeschäftsfuÃàhrung des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW), anlässlich einer
aktuellen BDEW-Erhebung zu Heizungssystemen in neuen Gebäuden und im Bestand. ‚Äû40 Prozent des Endenergieverbrauchs und etwa ein Drittel der CO2-Emissionen in Deutschland entfallen auf den Wärmemarkt. Die auch im Jahr 2010 geringe Neubautätigkeit in Deutschland verdeutlicht einmal mehr, dass wir insbesondere Potenziale im Gebäudebestand zur Senkung der Treibhausgasemissionen nutzen muÃàssen‚Äú, erläuterte MuÃàller.
In Deutschland wurde im Jahr 2010 knapp die Hälfte der insgesamt 38,2 Millionen Wohnungen mit Erdgas beheizt (49,0 Prozent). In 12,6 Prozent aller Wohnungen wird Fernwärme genutzt, während Heizöl in 29,6 Prozent aller Wohnungen fuÃàr Wärme sorgt. Strom (Nachtspeicherheizungen und Wärmepumpen) lieferte fuÃàr 6,1 Prozent die Heizenergie. Der Anteil von Kohle sank erneut auf nunmehr 2,7 Prozent.
‚ÄûIm Bestand sollte eine schnelle, effiziente und bezahlbare Modernisierung auf bewährte und klimaeffiziente Anwendungen wie der Gasbrennwerttechnik aufsetzen. Erdgassystemlösungen zum Beispiel in Kombination mit Solartechnik sind der Treiber fuÃàr eine schnelle, wirksame und bezahlbare CO2-Absenkung und Effizienzsteigerung im Heizungsmarkt. DaruÃàber hinaus ist der Einsatz von dezentraler Kraft-Wärme-Kopplung beispielsweise in Verbindung mit Fernwärmesystemen auch langfristig eine sinnvolle Option zur CO2-Reduktion in der Strom- und Wärmeversorgung‚Äú, so MuÃàller.
Im Neubau bleibt Erdgas nach der aktuellen BDEW-Erhebung Nummer eins bei den Heizungssystemen. 50,4 Prozent aller neuen Wohnungen wurden 2010 mit einer Erdgasheizung ausgestattet. Wärmepumpen hatten einen Anteil von 23,8 Prozent, gefolgt von Fernwärme mit 13,6 Prozent. Die verbleibenden Anteile entfielen auf Heizöl (1,8 Prozent), Stromheizungen (ein Prozent) und sonstige Heizungssysteme (9,4 Prozent, darunter vor allem Holzpellet-Heizungen). Insgesamt wurden im vergangenen Jahr
160.000 neue Wohnungen gebaut.
Auf der heute in Frankfurt am Main beginnenden Weltleitmesse fuÃàr effiziente Heizungstechnik ISH informiert ein Gemeinschaftsstand der deutschen Gaswirtschaft mit Beteiligung des BDEW uÃàber die vielfältigen Einsatzmöglichkeiten von Erdgas im Wärmemarkt. Unter dem Logo ‚ÄûErdgas. NatuÃàrlich effizient‚Äú werden Beispiele fuÃàr umweltschonende, wirtschaftliche und zukunftsfähige Anwendungen rund um die Heizungs- und Klimatechnik vorgestellt. Die Palette reicht von der stromerzeugenden Heizung (Mikro-
KWK) uÃàber die Gaswärmepumpe und moderner Erdgasfahrzeugtechnik bis hin zu zukuÃànftig nutzbaren Brennstoffzellengeräten. Ein Schwerpunkt ist die Einbindung Erneuerbarer Energieträger wie beispielsweise Bioerdgas in vorhandene Techniken.
Quelle: BDEW
Berlin, 15.03.2011

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