Energiefahrplan 2050: Balance zwischen Investitionssicherheit und Flexibilität

 In Energiemarkt-Nachrichten

Der ‚ÄûEnergiefahrplan 2050″ stand beim informellen Treffen der Energieminister der EU im Mittelpunkt. Für EU-Energiekommissar Günther Oettinger ist zunächst die Ausarbeitung einer mittelfristigen Strategie notwendig. ‚ÄûFür mich ist es spannend, wie die Lage 2030 aussehen wird. Wir müssen genau wissen, welche Absichten für diesen Zeitraum vorliegen.” Oettinger zufolge müssen bei der Festlegung der Strategien Gesichtspunkte wie Energieeffizienz, Anwendung der erneuerbaren Energien und Energiespeicherung in Betracht gezogen werden. Den mit dem Binden bzw. der Nutzung von Kohlendioxid zusammenhängenden Technologien müsse eine herausragende Rolle zuteil werden. ‚ÄûDie Frage ist die, ob wir hier einen Durchbruch erreichen können.” Auch im Zusammenhang mit der zukünftigen Nutzung der Atomenergie seien wichtige Entscheidungen notwendig. Der Fahrplan bis 2050 müsse flexibel sein, um sich an die heute noch nicht absehbare technische Entwicklung anpassen zu können. Ende dieses Jahres will die EU-Kommission den Energiefahrplan vorlegen.

‚ÄûEs ist gut, dass wir nicht nur auf deutscher, sondern auch auf europäischer Ebene langfristige Fragen der Energieversorgung angehen”, sagte Jochen Homann, Staatssekretär im Bundeswirtschaftsministerium. ‚ÄûFür eine sichere, bezahlbare und emissionsarme Energieversorgung im Jahr 2050 müssen umfangreiche langfristige Investitionen der Unternehmen mobilisiert werden. Der Fahrplan für Europa kann Unternehmen und Politik eine wichtige Orientierung geben. Eine vernünftige Balance zwischen Investitionssicherheit und Flexibilität ist dabei geboten, um Fehlinvestitionen und Marktbarrieren möglichst zu vermeiden.” Die Energieminister diskutierten auch die möglichen wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Energiefahrplans 2050. Homann dazu: ‚ÄûWir dürfen die soziale Dimension bezahlbarer Energie nicht übersehen. Der Umbau der Energieversorgung wird nicht zum Nulltarif zu haben sein. Umso wichtiger ist es, dass wir in Europa wie in Deutschland eine ehrliche Debatte über die damit verbundenen Chancen und Kosten führen.”

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