Greenpeace Konzept: Wie die Kosten für die Erneuerbaren Energien gesenkt werden könnten

 In Energiemarkt-Nachrichten

Aktuell ist die Meldung über anstehende Strompreisteigerungen in fast jeder Nachrichtensendung zu sehen und in fast jedem großen Online Magazin nachzulesen. Ganz einfach machen es sich dabei die, die das Problem ausschließlich auf die Förderung der Erneuerbaren Energien sowie deren unzweiffelhaft starken Ausbau konzentrieren. Besser recherchierte Berichte zeigen hingegen auch die ungleichmäßige Verteilung der Kosten auf die privaten Verbraucher und kleine wie mittelständische Unternehmen gegenüber großen Industrieunternehmen auf. Diese lassen sich nämlich aufgrund fragwürdiger Ausnahmeregeln, die von der Politik geschaffen wurden, gleich massenhaft von der EEG-Umlage befreien. Die Kosten für den Ausbau der Erneuerbaren Energien werden somit nicht von allen Verbrauchern je nach Verbrauchshöhe getragen, sondern wieder einmal nur von den “Kleinen”.

Wie eine vom Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) im Auftrag von Greenpeace durchgeführte Studie jetzt ergeben hat, könnte die Bundesregierung die Kosten für Erneuerbare Energien dabei nicht nur nicht ansteigen lassen sondern sogar deutlich reduzieren. Hierfür müsste sie allerdings erst einmal die Industrieförderung im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) begrenzen und zusätzlich Strom aus regenerativen Energien von der Energiesteuer befreien.

Anstatt des Anstiegs im nächsten Jahr auf mehr als 5 Cent pro Kilowattstunde könnte die EEG-Umlage demzufolge sogar auf etwa 2,2 Cent sinken. Damit würden die Bürger sogar weniger als heute bezahlen, denn aktuell liegt sie bei 3,59 Cent pro Kilowattstunde. Einzig die Industrie müsste dann einen faireren Anteil an den Kosten tragen, was aber vor dem hintergrund, dass sie heute nur zu 0,3 Prozent an den Kosten der Förderung für Erneuerbare Energien beteiligt sind aber 18 Prozent des Stroms verbrauchen, sicher nur gerechtfertigt wäre. So sieht es auch Andree Böhling, Greenpeace-Energieexperte: “Die Umlage droht zu steigen, weil die Politik Ausnahmen für die Industrie zur Regel gemacht hat – nicht weil mehr Wind- und Sonnenenergie dazu kommt. Denn die wird immer billiger.”

Mehr Informationen: Konzept zur Begrenzung der EEG-Umlage (Pdf)

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