Leitfaden regelt EEG-Einspeisemanagement

 In Energiemarkt-Nachrichten

Einen Leitfaden zum so genannten EEG-Einspeisemanagement hat die Bundesnetzagentur (www.bundesnetzagentur.de) veröffentlicht. Er erläutert insbesondere die Rangfolge, in der die verschiedenen Stromerzeuger auf Anforderung der Netzbetreiber ihre Einspeiseleistung vorübergehend reduzieren müssen, wenn Netze überlastet sind. ‚ÄûDer Leitfaden soll dazu beitragen, die größtmögliche Strommenge aus erneuerbaren Energien einzuspeisen, ohne die Stabilität der Netze zu gefährden. Anlagen, die Strom aus erneuerbaren Energien oder aus Kraft-Wärme-Kopplung erzeugen, dürfen bei Netzengpässen oder anderen Gefährdungen der Systemsicherheit erst dann abgeregelt werden, wenn zunächst die konventionellen Anlagen auf das netztechnisch erforderliche Minimum heruntergefahren wurden”, erläuterte Matthias Kurth, Präsident der Bundesnetzagentur. ‚ÄûDamit das Abregeln erneuerbarer Energien eine Ausnahmesituation bleibt, müssen vor allem die Netze jetzt rasch ausgebaut werden. Gerade in der aktuellen Debatte, in der beabsichtigt ist, die erneuerbaren Energien stark auszubauen, ist der Leitfaden eine Vorsorgemaßnahme, um die Netze sicher und stabil zu halten. Es macht aber keinen großen Sinn, die erneuerbaren Energien mit erheblichen Beiträgen zu fördern und anschließend immer häufiger vom Netz abzuschalten, weil keine ausreichenden Transportkapazitäten vorhanden sind.” Das EEG-Einspeisemanagement konzentrierte sich bislang fast vollständig auf Windkraftanlagen. Das Abregeln führte 2009 zu einem Ausfall von rund 74 Gigawattstunden. Bezogen auf die Gesamteinspeisung von EEG-Anlagen entsprach das einem Anteil von 0,2 Prozent. Zahlen für das Jahr 2010 liegen noch nicht vor.

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