Ostsee-Windpark Baltic 1 – Vorbote für größere Projekte

 In Energiemarkt-Nachrichten

Die EnBW Energie Baden-Württemberg AG hat den ersten kommerziellen Windpark in Deutschland offiziell in Betrieb genommen. ‚ÄûEnBW Baltic 1 ist ein Schlüsselprojekt im Offshore-Segment in Deutschland im Allgemeinen, aber auch speziell für die EnBW. Wir haben diese gewaltige technische und logistische Herausforderung angenommen und erfolgreich gemeistert”, sagte EnBW-Vorstandschef Peter Villis. ‚ÄûDie Erfahrungen, die wir bei diesem Projekt gemeinsam gemacht haben, werden wir bei unserem nächsten und sechs Mal größeren EnBW Baltic 2 nutzen können. Die Aufträge dafür sind vergeben, die Planungen laufen, Baubeginn ist voraussichtlich bereits im nächsten Jahr.” 21 Windkraftanlagen rund 15 Kilometer vor der Küste Mecklenburg-Vorpommerns mit einer Leistung von insgesamt 48,3 Megawatt sollen Strom für annähernd 50.000 Haushalte liefern. Über ein 60 Kilometer langes Seekabel wird der Strom an die Küste transportiert. Villis: ‚ÄûBis 2020 wollen wir insgesamt 3.000 Megawatt im Bereich der Erneuerbaren Energien neu bauen. Das würde eine Verdoppelung unserer heutigen Kapazitäten bedeuten und insgesamt rund acht Milliarden Euro an Investitionen erfordern.”

Hermann Albers, Präsident des Bundesverbands WindEnergie sieht in der Inbetriebnahme von Baltic 1 ein positives Signal für die Entwicklung der Windenergie in Deutschland insgesamt. ‚ÄûWichtig ist jetzt, dass das von der Bundesregierung versprochene KfW-Sonderprogramm in Höhe von fünf Milliarden Euro endlich umgesetzt wird. Darüber hinaus sind für den Ausbau der Windenergie in Deutschland stabile rechtliche Rahmenbedingungen sowie ein Beschleunigungsgesetz, mit dem etwa administrative Hemmnisse wie zum Beispiel Höhenbeschränkungen für Windenergieanlagen beseitigt werden, dringend notwendig. Denn klar ist: Nur die Windenergie an Land und auf See gemeinsam können die Energiewende in Deutschland voranbringen.”

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