Saudi-Arabischer Prinz fordert niedrigeren Ölpreis gegen die Entwicklung von sauberen Alternativen

 In Energiemarkt-Nachrichten

Es liest sich wie ein schlechter Witz, doch auf der Webseite von CNN World Saudi Arabia forderte Prinnz Al-Waleed bin Talal aus Saudi Arabien doch tatsächlich, dass der Ölpreis gesenkt werden müsse, um Europa und die USA davon abzuhalten zu stark in regenerative Energien und alternative Antriebe zu investieren. Der Enkel von Abd al-Aziz ibn Saud, dem Gründer der Dynastie der Saud, der von 1932 bis 1953 König von Saudi-Arabien war, nannte einen Preis von 70 bis 80 US-Dollar als besser für sein Land als das aktuelle Preisniveau von über 100 US-Dollar pro Barrel Erdöl.

Seine Worte waren in etwa: “Wir wollen nicht, dass sich der Westen aufmacht und Alternativen zum Erdöl findet, und je höher der Ölpreis steigt, desto größer ist der Ansporn dafür, Alternativen zu finden und zu entwickeln.

Solche Aussagen zeigen wieder einmal, dass es vor allem diejenigen sind, die am dreckigen Geschäft mit dem Erdöl und anderen fossilen Energieträgern profitieren, die jegliche Entwicklung von sauberen und unabhängigen Alternativen verhindern wollen. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich dabei um die Ölscheichs aus dem Nahen Osten oder die Großaktionäre, Vorstände und Manager der Energiekonzerne wie Exxon, Shell oder BP handelt. Für sie alle bedeutet der Wandel hin zu einer Gesellschaft, die vorrangig auf erneuerbaren Energiequellen basiert, den Verlust von Geld, Macht und Einfluß. Und gerade in den OPEC-Staaten basiert der gesamte Reichtum auf nichts anderem als der Tatsache, dass sich unter ihrem Land Öl befindet, weshalb die OPEC auch der größte Feind der Erneuerbaren Energien ist.

Weitere Informationen im Artikel “Saudi prince calls for lower oil prices” vom 29. Mai 2011 auf CNN World (Englisch).

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