Smartphone, PC und Co verbrauchen in Deutschland pro Jahr 35 Milliarden kWh Strom

 In Energiemarkt-Nachrichten

Das Internet hat für die meisten Menschen längst den täglichen Blick in die Zeitung ersetzt und auch beim Shoppen, Musikhören oder Spielen sind Computer, Tablet oder Smartphone für viele Bundesbürger mittlerweile unerlässlich. Bequemes Einkaufen, die ständige Erreichbarkeit und der Kontakt mit Freunden und Familie über das Netz hat aber auch seine Schattenseite: Laut einer Studie der Technischen Universität Berlin verbrauchen deutsche Haushalte inzwischen pro Jahr ganze 35 Milliarden Kilowattstunden (kWh) für den Betrieb ihrer Informations- und Kommunikationsgeräte. Im Durchschnitt sind dies pro Haushalt rund 875 kWh und mehr als 200 Euro Stromkosten.

Eigentlich ist die Senkung des Energieverbrauchs eines der wichtigsten Mittel im Kampf gegen den Ressourcenverbrauch, den drohenden Klimawandel und natürlich auch gegen die steigenden Stromkosten unter denen viele Bürger ächzen. Immer mehr Elektronikgeräte machen wirken dem aber entgegen: “Leider treiben der Kauf und die Nutzung neuer zusätzlicher Kommunikations- und Unterhaltungstechnik den Stromverbrauch jährlich an. So werden oftmals die mit anderen Mitteln erzielten Stromeinsparungen wieder zunichte gemacht”, weiß Birgit Holfert, Energieexpertin bei der Verbraucherzentrale Bundesverband. Alexander Schlösser ist dabei aber der Meinung, dass dies nicht sein müsste, da moderne Geräte wie etwa Smartphones heute eine Vielzahl an Funktionen vereinen würden, für die früher sogar mehrere Geräte benötigt wurden. Ein modernes Smartphone ersetzt z.B. Handy, Kamera und teilweise auch Navi, MP3-Player oder den PC.

In der Realität besitzen aber viele Haushalte sogar gleich mehrere der verschiedendsten Geräte, was den Stromverbrauch natürlich in die Höhe treibt. Wer sich vor allem um die Umwelt sorgt, der hat am einfachsten mit einem Wechsel zu einem Ökostromversorger die Möglichkeit, die durch ihn verursachten Emissionen zu begrenzen. Oftmals sind diese sogar günstiger als der Grundversorger. Wer hingegen auch Energie und damit bares Geld sparen will, der kann dies mit den folgenden Tipps tun:

  1. Beim Kauf auf Energiesparlabel und den Energieverrbrauch achten.
     
  2. Die Bildschirmhelligkeit hat eine hohe Auswirkung auf den Energieverbrauch – also etwas herunterdrehen.
     
  3. Viele moderne Informations- und Kommunikationsgeräte haben Energiespar-Einstellungen – diese sollten genutzt werden.
     
  4. Standby vermeiden und bei Nichtgebrauch ausschalten – idealerweise über Steckdosenleisten mit Ein/Aus-Schalter.

“Wir alle brauchen Energie. Und wir verbrauchen sie gerne wie das Beispiel der neuen Kommunikationsgeräte und ihre Nutzungsintensität zeigt”, erklärt in diesem Zusammenhang Florian Henle, Mitgründer des Ökoenergieversorgers Polarstern. Das Unternehmen engagiert sich für einen weltweit bewussten Energiebezug und -verbrauch. Es bietet bundesweit als erster ausschließlich 100 Prozent Ökostrom und 100 Prozent Ökogas. Außerdem hilft Polarstern für jeden Kunden pro Jahr einer Familie in einem Entwicklungsland, selbst alternative Energie zu erzeugen, mit der sie kochen, heizen und die Räume erhellen kann. “Heute und in Zukunft ist Energie der Schlüssel zu einem höheren Lebensstandard – aber nur, wenn wir rücksichtsvoll und intelligent mit ihr umgehen”, ist Florian Henle überzeugt.

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