Vattenfall will Braunkohlenkraftwerke weiter flexibilisieren

 In Energiemarkt-Nachrichten

Damit der Anteil an dynamisch wachsenden Erneuerbaren Energien größer werden kann, arbeitet Vattenfall an einer stärkeren Flexibilisierung seiner vier Braunkohlenkraftwerke. ‚ÄûIn der Zukunft werden die Erneuerbaren Energien weiter an Fahrt gewinnen und das ist gut so”, sagte Hubertus Altmann, Vorstandsmitglied der Vattenfall-Braunkohlensparte, anlässlich des 5. Wissenschaftstags in Cottbus. ‚ÄûDarauf stellen wir uns ein. Es ist unsere Aufgabe, politischen Willen und physikalische Möglichkeiten in Einklang zu bringen. Dabei will ich betonen, dass wir diese Anforderungen bereits heute erfüllen und wir uns nicht erst im Jahr 2030 damit auseinander setzen müssen. Schon heute regeln wir unsere Kraftwerke in den technisch bestehenden Grenzen und ermöglichen somit überhaupt erst das hohe Maß an Energieeinspeisung aus Regenerativen Energiequellen.” Im Jahr 2010 habe Vattenfall im Braunkohlenkraftwerk Jänschwalde 147 Mal auf Windeinspeisung reagiert, indem Leistungen eingesenkt oder Dampfkessel vom Netz genommen worden seien.

Das Unternehmen präsentierte beim Wissenschaftstag seine Ansätze für eine technische Weiterentwicklung zur Flexibilisierung seiner Braunkohlenkraftwerke. Dabei seien die Faktoren Erweiterung des fahrbaren Lastbereichs und Erhöhung der Blockdynamik von besonderer Bedeutung, hieß es. Konkret kämen alle Kraftwerkskomponenten, von der Leittechnik bis zur Turboeinspeisepumpe, unter die Lupe. Erste Schritte unternehme man bei der Forschung zum verstärkten Einsatz von Trockenbraunkohle zur Senkung der Mindestlast. Mit Trockenbraunkohle als Stützfeuer zum Erhalt eines stabilen Kohlenfeuers könnte künftig die Mindestleistung eines 500-Megawatt-Blocks am Kraftwerk Jänschwalde von derzeit 180 Megawatt auf bis zu 90 Megawatt gesenkt werden.

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