Wie aus organischen Reststoffen Biokohle hergestellt wird

 In Energiemarkt-Nachrichten

Wenn die Menschheit es schaffen will, sich aus dem Würgegriff der fossilen Energieträger wie Erdöl, Erdgas und Kohle zu befreien, dann wird dies sicher nicht mit einer einzelnen Technologoie sondern nur mit einem möglichst breiten Mix gelingen. Dieser beinhaltet neben den bekanntesten Formen der erneuerbaren Energien wie der Windkraft oder der Solarenergie eben auch exotischere wie die Geothermie, Methan aus Mülldeponien oder die Verwendung von organischen Reststoffen. Neben der Nutzung dieser Reststoffe in Biogasanlagen lässt sich aus Biomasse auch Biokohle herstellen, wie es im Video der SunCoal Industries GmbH gezeigt wird.

Aus Grünabfällen mit heterogenen Eigenschaften entsteht im Rahmen der hydrothermalen Karbonisierung, bei der SunCoal Industries nach eigenen Angaben globaler Technologieführer ist,ein homogener Biobrennstoff, der ebenso wie fossile Kohle in allen passenden Öfen eingesetzt werden kann. Nachdem die Biomasse – etwa Grünschnitt, Gartenabfälle oder Reste aus der Landwirtschaft – zerkleinert und gewaschen worden ist, wird sie im HTC-Kocher unter hohem Druck und bei hoher Temperatur mit Wasser behandelt. Der daraus entstehende Schlamm wird dann gepresst und je nach gewünschter Verwendung weiter getrocknet. Heraus kommt ein Brennstoff, der der Braunkohle sehr ähnlich aber gleichzeitig CO2-neutral ist.

Die Vorteile der mittels patentiertem CarboREN¬Æ-Verfahren erzeugten Biokohle ist, das die Erzeugung der SunCoal-Biokohle nicht in Konkurrenz zur Lebensmittelproduktion steht, da nur Reststoffe genutzt werden, der Heizwert der Biokohle deutlich höher als derjenige der eingesetzten Reststoffe ist und sie als Biobrennstoff sehr gut gelagert und transportiert werden kann. Das Potential, dass diese Technologie bietet, dürfte dabei noch am Anfang stehen, doch die Entwicklung von industriellen Anlagen dürfte in den nächsten Jahren weiter voranschreiten. Wie die SunCoal Industries GmbH arbeiten auch andere Unternehmen wie AVA-CO2 an Verfahren der hydrothermalen Carbonisierung (HTC).

Die hydrothermale Karbonisierung ist damit ein weiteres Beispiel dafür, wie die Energieversorgung in Zukunft mittels einer Vielzahl neuer Technologien auf eine sauberere Weise gedeckt werden kann. All diese Entwicklungen beweisen, dass das zu Ende gehende Zeitalter der fossilen Energieträger nicht den Weltuntergang bedeutet, sondern die Chance auf eine neue und bessere Zukunft.

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