WWF: Kernkraftwerke müssen stufenweise auslaufen

 In Energiemarkt-Nachrichten

Der WWF fordert die Bundesregierung auf, die neun verbliebenen Kernkraftwerke stufenweise vom Netz zu nehmen, um Probleme zu vermeiden. Bislang sei geplant, die Meiler innerhalb von nur zwölf Monaten in den Jahren 2021/22 abzuschalten. Eine Analyse im Auftrag des WWF zeige, dass ein solches geballtes Abschalten von insgesamt 10.800 Megawatt Kraftwerkskapazitäten erhebliche energiewirtschaftliche und netztechnische Probleme mit sich bringen könnte, insbesondere im süddeutschen Raum. Dies lasse sich verhindern, indem die Reststrommengen um mindestens 35 Prozent gekürzt würden. Die Gesamtlaufzeit jedes Kernkraftwerks solle zudem um zwei auf 30 Jahre verringert werden.

Der WWF-Analyse zufolge ergibt sich derzeit für den Zeitraum ab 2011 eine Kernkraftwerksbetriebszeit, die um knapp 60 Prozent über der von Rot-Grün ursprünglich vorgesehenen Reststrommenge zum heutigen Zeitpunkt liegt. ‚ÄûAus einem geplanten verlässlichen Auslaufpfad wird so eine zehnjährige Fahrt zu einer hohen Auslauf-Klippe. Wir bewegen uns sehenden Auges auf ein großes Problem zu. Ein reibungsloser Ausstieg wird die schwer”, warnt Regine Günther, Leiterin Energie und Klimaschutz beim WWF Deutschland. ‚ÄûFür einen verlässlichen Übergang ins Zeitalter der erneuerbaren Energien muss der derzeitige abrupte Abschaltplan verändert werden.”

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