Strom wird 2013 erheblich teurer – wesentliche Erhöhung durch gesetzliche Abgaben

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Strom wird 2013 erheblich teurer -¬† wesentliche Erhöhung durch gesetzliche Abgaben

Aus den Medien ist es bereits seit Wochen zu vernehmen: Die Strompreise für Endverbraucher werden im Jahr 2013 deutlich anziehen. Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) hat nun verkündet, dass der Anteil der staatlichen Steuern und Abgaben am Strompreis für Privatkunden 2013 erstmalig auf rund 50% ansteigen wird. Begründet wird die Strompreiserhöhung mit der um 1,69 ct/kWh gestiegenen EEG-Umlage und weiteren gesetzlichen Umlageerhöhungen, die noch folgen sollen.

Auch die Netzentgelte sollen im Jahr 2013 erhöht werden. Auf Basis der Netzentgelte wiederum werden weitere staatlich festgelegte Preisbestandteile wie die Umlagen nach ¬ß 19 der Stromnetzentgeltverordnung und nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz ermittelt. In die Netzentgelte wird auch die neue Offshore-Haftungsregelung aufgenommen. All diese Strompreisbestandteile werden entsprechend ansteigen.

Im Jahr 2011 sah die durchschnittliche Zusammensetzung des Strompreises noch wie folgt aus:

Nun wird sich im Jahr 2013 der Anteil der Steuern und Abgaben am Strompreis deutlich vergrößern, ebenso wie die Netzentgelte, während der Anteil den Strombeschaffung, Vertrieb und Service am Strompreis ausmachen, nahezu konstant bleibt.

Konsequenter Anstieg der EEG-Umlage

Seit der Einführung der EEG-Umlage im Jahr 2003 ist diese konsequent gestiegen. Von anfangs 0,41 ct/kWh beträgt die Umlage im Jahr 2013 5,28 ct/kWh. Genutzt wird die EEG-Umlage zur Förderung erneuerbarer Energien, indem sie die bevorzugte Einspeisung von Strom aus regenerativen Quellen ins Stromnetz sichert und deren Erzeugern feste Einspeisevergütungen garantiert.

Die Entwicklung der EEG-Umlage vom Jahr 2003 bis 2013 veranschaulicht die folgende Abbildung:

Staatliche Abgaben dominieren den Strompreis

Dass der staatliche Anteil am Strompreis in den letzten Jahren konsequent gestiegen ist, zeigt diese Abbildung:

Auch für die kommenden Jahre gibt es keine Aussicht auf günstigere Strompreise. Experten der Deutschen Energie-Agentur prophezeien eine Steigerung des Strompreises von 25 Prozent bis zum Jahr 2020.

Quellen:
BDEW
WDR2 Quintessenz

 

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