Wie setzt sich eigentlich Dein Strompreis zusammen?

 In Aktuell im Blog, Presse

Hallo liebe Leser,

an dieser Stelle möchten wir Euch gerne einen aktualisierten Überblick über die einzelnen Komponenten des Strompreises geben.

Der Strompreis setzt sich aus drei Kostenblöcken zusammen:

1. Staatliche Abgaben, Steuern und Umlagen
Die staatlichen Abgaben, Steuern und Umlagen entsprechen ca. 45% des Strompreises und unterliegen der staatlichen Regulierung oder steuerlichen Regelungen.

a. Umsatzsteuer
Anhand der Umsatzsteuer werden allgemein ausgetauschte Lieferungen und Leistungen besteuert.

b. Stromsteuer
Infolge des Gesetzes zum Einstieg in die ökologische Steuerreform wurde am 1. April 1999 die Stromsteuer, oftmals auch Ökosteuer genannt, eingeführt. Seitdem wird der Verbrauch von Strom besteuert, um unter anderem klimapolitische Ziele zu finanzieren.

c. EEG-Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz
Durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz sind Energieversorgungsunternehmen zur Abgabe eines bestimmten Kostenanteils an den Staat verpflichtet. Dieser Kostenanteil wird zum Ausbau von Anlagen verwendet, die Strom aus erneuerbaren Energien verwenden.

d. KWK-Umlage nach dem Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKModG)
Stromversorgungsunternehmen, die Strom aus einer Kraft-Wärme-Anlage beziehen, müssen einen bestimmten Zuschlag pro Kilowattstunde zahlen, abhängig vom Modernisierungsstand der Anlage. Über diese Zuschläge bietet sich dem Bund die Möglichkeit, die Modernisierung, den Erhalt sowie den Ausbau von Kraft-Wärme-Anlagen zu unterstützen sofern sie mit fossiler Energie betrieben werden.

e. Konzessionsabgaben
Konzessionsabgaben sind Entgelte, die Energieversorgungsunternehmen an die jeweilige Gemeinde abführen müssen. Die Entgelte fallen an, da wir als Energieversorger öffentliches Gebiet nutzen, um Leitungen zu verlegen und zu betreiben.

f. Sonderkundenumlage nach §19 Abs. 2 StromNEV
Energieintensive Industrieunternehmen wurden zum 01. Januar 2012 zu ihrer Entlastung von den Netzentgelten befreit, wodurch sich eine Erhöhung der Netznutzungsentgelte für kleine Unternehmen und Endverbraucher ergeben hat.

g. Offshore-Haftungsumlage nach §17f EnWG-Novelle
Die Offshore-Haftungsumlage wurde am 01. Januar 2013 auf Wunsch der Regierung eingeführt und dient zur Entwicklung von Windparks in der Nord- und Ostsee.

h. Umlage für abschaltbare Lasten nach ¬ß18 AbLaV
Die Verordnung ist seit dem 01.01.2014 gültig und soll große Stromabnehmer entschädigen, die aus Gründen der Versorgungssicherheit zeitweise vom Stromnetz genommen werden. Die Kosten werden auf alle Endverbraucher umgelegt.

2. Netznutzungsentgelte
Die Netznutzungsentgelte machen in etwa 35% des Strompreises aus und stellen somit den zweitgrößten Kostenanteil am Strompreis dar. Hierbei handelt es sich um staatlich regulierte Entgelte für den Transport und die Verteilung des Stroms durch den örtlichen Verteilnetzbetreiber. Damit will der Netzbetreiber seine Kosten, die insgesamt durch die Strom- und Gasversorgung entstehen – abdecken, wie z.B. die Kosten für den Aufbau und die Instandhaltung des Netzes oder Personal- und Betriebsführungskosten. Wir – die energiehoch3 GmbH – bekommen als Kunde der örtlichen Netzbetreiber, die Netznutzungsentgelte in Rechnung gestellt. Diese werden regelmäßig durch die Bundesnetzagentur überprüft.

3. Strombezugskosten und Vertrieb
Die Strombezugs- sowie die Vertriebskosten spiegeln den Anteil am Strompreis wider, den das Energieversorgungsunternehmen durch den Einkauf des Stroms an der Strombörse und durch die Organisation seines Vertriebs in einem gewissen Rahmen flexibel gestalten kann. Über diesen Anteil, der ca. 25% des Gesamtstrompreises ausmacht, kann das Unternehmen Gewinne erwirtschaften. Die Gewinnhöhe variiert aufgrund unterschiedlicher Stromeinkaufspreise, die durch die Preisentwicklung an der Strombörse bestimmt werden.

Solltet Ihr Fragen habt, dann könnt Ihr Sie gerne an dieser Stelle im Blog loswerden.

Euer Redaktionsteam von energiehoch3

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