Schadet die Einrichtung von Wasserkraftwerken der Natur?

 In

Greifen wir als gutes Beispiel das im vorherigen Abschnitt erwähnte Donaukraftwerk in Freudenau auf. In diesem Fall wurden bei der Errichtung mehr Umwelt- als Bauauflagen erfüllt als im Normallfall. Hierzu zählen u.a. Stopp der Donau-Eintiefung bei Wien, neugewonnene und somit wieder ausreichende Wasserzufuhr für die Alte Donau sowie die Gewässer der Lobau und die Neupflanzung von Zehn Hektar Wald. Neue Biotope, Buchten und Inseln bieten auf der Donauinsel zusätzlichen Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Auch der ökologisch ausgestaltete Umgehungsbach wird von den Fischen gut angenommen, was sich in einem deutlichen Anstieg der Fischdichte wiederspiegelt. Die Fauna und Flora beim Donau-Laufwasserkraftwerk Greifenstein konnten ebenso von diesem Eingriff in die Natur profitieren. Der seit dem 19.Jahrhundert in weiten Teilen von der Austrocknung und Versteppung bedrohte Auwald am linken Ufer des Donaukraftwerkes erstrahlt heute wieder in neuem Glanz. Durch den Neubau des Kraftwerkes konnte das naturbedrohende Absinken des Grundwasserspiegels gestoppt und somit die Au gerettet werden.

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